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Gleitsichtgläser kommen dem natürlichen Sehen am nächsten. Sie sind die modernste
Korrektionsart für Alterssichtigkeit und ermöglichen scharfes Sehen in allen Entfernungen. Der Blick gleitet stufenlos vom
Nah- über den Zwischenbereich in die Ferne: ohne Anstrengung. Gleitsichtgläser sind sehr komfortabel und nehmen auf individuelle Sehgewohnheiten
Ab wann brauchen Sie Gleitsichtgläser Wie Trifokalgläser sind auch Gleitsichtgläser streng genommen erst erforderlich, wenn mit zunehmendem Alter die Differenz (Addition) zwischen Fern- und Nahstärke größer wird. Da das Einstellen der Augen auf die unterschiedlichen Entfernungen (Akkommodation) soweit abnimmt, daß sich die beiden Schärfebereiche von Ferne und Nähe nicht mehr überlagern und somit eine Unschärfe in der Zwischenentfernung entsteht. Gleitsichtgläser beinhalten die Stärke für diese Zwischenentfernung. Dennnoch sollten Sie so früh wie möglich mit dem Tragen von Gleitsichtgläsern beginnen, damit die Eingewöhnungszeit so kurz wie möglich ist. Je geringer die Addition (Differenz zwischen Nah,- und Fernstärke) ist, desto größer und komfortabeler sind die einzelnen Glasbereiche und Sie können sich in kleinen Schritten an das “etwas andere Sehen”gewöhnen.
Wir bieten Ihnen mit dem Varilux Physio -Gläsern eine Verträglichkeits-Garantie an. Falls Sie sich trotz regelmäßigen Tragens nicht nach einigen Wochen an das Sehen gewöhnen können, tauschen wir Ihnen die Gläser innerhalb eines halben Jahres kostenlos in andere Mehrstärken,- oder Einstärkengläser um.
Im Groben sind alle Gleitsichtgläser in ihrem Glasdesign gleich aufgebaut: Der obere Bereich des Glases dient der Fernsicht. Dieser Bereich liefert über eine große Breite ein scharfen Seheindruck. Im Zwischenbereich (Progressionsbereich oder Übergangsbereich) befinden sich die Glasstärken für alle Zwischenentfernungen, wie z.B. Schaufensterblick, PC-Monitor usw. Dieser Bereich ist relativ schmal, d.h. beim seitlichen Blick durch die Randzonen des Glases ist kein scharfes Sehen möglich. Diese unscharfen Randzonen sind herstellungsbedingt und müssen prinzipiell bei jedem Gleitsichtglas in Kauf genommen werden. Sie sind jedoch je nach Glasdesign unterschiedlich stark ausgeprägt. Im unteren Glasbereich befindet sich dann die Lesestärke. Dieser Bereich ist wieder breiter, so dass genügend Überblick beim Lesen vorhanden ist.
Unterschiede der Gleitsichtbrillengläser in Preis und Sehqualität Häufig kommt es beim Kauf von Brillen mit Gleitsichtgläsern zur Verwirrung. Warum bietet der eine Augenoptiker die Gläser zu einem viel günstigeren Preis an als der andere und was für Unterschiede gibt es zwischen den Gläsern? Eine Antwort liefert das sogenannte „Glasdesign“, welches den Grundaufbau - also die Stärkenverteilung im Glas und die Größe der nutzbaren Sehbereiche - beschreibt. Im Folgenden soll auf die Besonderheiten und Unterschiede der verschiedenen Glasarten eingegangen werden. Die größten Unterschiede zwischen den verschiedenen Gleitsichtgläsern liegen hauptsächlich im Zwischenbereich und in der Lesezone (Aufbau des Gleitsichtglas siehe oben) . Wichtig ist vor allem, dass das Glas für diese Entfernungen relativ große und scharfe Sehbereiche zur Verfügung stellt und dass der Seheindruck trotz der Stärkenvielzahl möglichst natürlich bleibt. Denn dies ist ausschlaggebend für eine schnelle Eingewöhnungszeit und eine hohe Verträglichkeit. Da die erste Generation von Gleitsichtgläsern schon vor ca. 50 Jahren entwickelt wurde und alle Hersteller in regelmäßigen Abständen neue Glastypen mit jeweils besseren Abbildungseigenschaften auf den Markt bringen, existieren quasi mehrere „Generationen“ von Gleitsichtglastypen oder Glasdesigns nebeneinander . Außerdem konnte die Möglichkeit geschaffen werden, schon bei der Glasherstellung (und nicht erst bei der Zentrierung) die individuell unterschiedlichen Kopf- und Blickbewegungen des Kunden zu berücksichtigen. All diese Verbesserungen ergeben eine wesentlich schnellere Gewöhnung und bessere Verträglichkeit. Qualitäts- und damit auch Preisunterschiede bei Gleitsichtgläsern treten also nicht nur zwischen den einzelnen Herstellern auf, sondern viel deutlicher zwischen den verschiedenen GlasGenerationen eines Herstellers. Augenoptische Großanbieter und Ketten nutzen daher oft für Ihre sogenannten „Super-Gleitsicht-Sonderangebote“ Gläser mit „älterem“ Glasdesign und nicht die deutlich besseren und moderneren Gleitsichtglas-Generationen. Diese „Auslaufgläser“ können natürlich zu einem wesentlich geringeren Preis angeboten werden, als Gleitsichtgläser der neusten Generation mit der besten Verträglichkeit. Zum Beispiel bietet die Firma Essilor, der Erfinder der Gleitsichtgläser, zur Zeit fünf verschiedene Glasdesigns an. Wir stellen ihnen hier drei unterschiedliche Varianten vor. Das Standard-Gleitsichtglas beruht auf einem älteren Glasdesign und wird heute vorwiegend als „preisgünstige“ Alternative zu einem modernen Glastyp. Die unscharfen Randzonen des Glases (in der Abbildung unscharf mit roter Linie dargestellt) sind relativ groß und dominierend. Daraus ergibt sich, dass die Lese- und Zwischenbereiche recht schmal sind und dass ohne Kopfbewegungen nur ein kleines Blickfeld in den jeweiligen Entfernungen zur Verfügung steht. Dieses Glas ist z.B. gut geeignet für Ersatzbrillen oder Sonnenbrillen, also für Brillen mit denen nur wenig gelesen wird . Die vollständige Gewöhnung an ein solches Glas kann einige Tage bis Wochen dauern.
Übrigens: Ist es jetzt sogar möglich, mit dem neuen Varilux Ipseo New Edition spezielle Sehgewohnheiten zu
berücksichtigen. Aufgrund der Tatsache, dass jeder Mensch beim Lesen oder auch bei der PC-Arbeit individuelle Kopf- und
Blickbewegungen durchführt, ist es besonders empfehlenswert, das Gleitsichtglas auf diese Bedürfnisse abzustimmen. Daher bieten wir zusammen mit der Firma Essilor, dieses spezielle Gleitsichtglas an. Abschließend sollte noch gesagt werden, dass die Grundvoraussetzungen für eine
optimale Verträglichkeit der Gläser eine genaue Brillenglasbestimmung, eine ausführliche Bedarfsanalyse, eine sorgfällige Auswahl der Brillenfassung sowie eine exakte Anpassung der Brille sind.
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Stand: 09/08/11 Impressum Erste Ausgabe: 01.02.2001 |
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